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Wie alles begann...
 


Das LaKuZ & der Pflanzenfresser


Vier Jahre Pflanzenfresser. Wer hätte das gedacht, als Glu und ich im Sommer 2006 im LaKuZ ein paar Leuten eröffneten, dass wir von nun an hier regelmässig veganes Essen anbieten wollen? Wir stiessen damals eher auf Skepsis. Das LaKuZ befand sich in einem etwas kritischen Zustand & hatte eine ungewisse Zukunft. Wir machten, was wir uns vorgenommen hatten: donnerstäglich einen veganen Dreigänger für Freunde und Neugierige anbieten.
Heute ist der Pflanzenfresser fest mit dem LaKuZ zusammen gewachsen. Er findet nach wie vor jeden zweiten Donnerstag statt. Wenn das Kulturzentrum nächstes Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feiert, sind dabei Leute, die noch für ein Langenthaler AJZ auf die Strasse gingen, und solche, die sich erst kürzlich in das LaKuZ-Kollektiv integriert haben. Das Haus steht & lebt, Bands proben hier, es gibt die Volksküche, die Freitags-Bar, Konzerte & Feste, politische Veranstaltungen und Platz für mehr!
Auf die nächste Dekade LaKuZ & ein weiteres Kapitel Pflanzenfresser!

 

Die kleine Utopie


Nach vier Jahren, da lohnt sich schon mal ein kleiner Rückblick auf dieses Projekt, das wir da machen, genau so wie wir wollen, mit einer gewaltigen Portion Idealismus, mit Blumen & Farben & Schischi, Hippiekram eigentlich. Und der Motor, der uns vorantreibt, immer weiter, ist die Freude an unserem Tun und die Tatsache, dass wir tatsächlich was in Bewegung setzen bei manchen Leuten, die da im LaKuZ ankommen und vegan essen, die von uns verwöhnt werden, ohne dass wir uns materiell daran bereichern - und dabei erst noch feststellen, dass vegan Essen keinesfalls was mit Verzicht zu tun haben muss.

 

Die Liebe zum Kochen & die Sache mit den Tieren


Meine Leidenschaft zum Kochen erschloss mir den Zugang zum Veganismus und damit für die Sache mit den Tieren. Die unhinterfragte Selbstverständlichkeit wurde nicht länger tragbar, dass Menschen Tiere ausbeuten dürfen, einzig weil Menschen Menschen sind und die anderen Tiere nicht. Glu & ich teilten schon seit jeher einen gewissen Idealismus und schliesslich paarte sich unsere Freude am gastgewerblichen Tun mit der Überzeugung, dass der gesellschaftliche Status von Tieren nicht länger zu akzeptieren sei. Und so entstand der Pflanzenfresser.

 

Achtung, fertig, Pflanzenfresser!


Zum ersten Pflanzenfresser kamen tatsächlich ein paar Leute, und die fanden es ganz nett. Also kochten wir munter weiter. Dank der baldigen Etablierung des Stammtisches von Andi & Dänu - der den Pflanzi über all die Jahre in schwierigen Zeiten über Wasser gehalten hat - waren wir uns bald einer kleinen Kundschaft sicher. Mit dem grossen Umbau an Ostern 2007, der sowohl alteingesessene LaKuZler_innen als auch Pflanzenfresser-Gäste mobilisierte, wurden Lokal und Küche geschruppt, geputzt, gestrichen & eingerichtet, und eine neue Bühne sowie eine schicke Bar schmücken seither den Raum. Spätestens bei dieser Aktion ist der Pflanzenfresser zu einem inhärenten Teil vom LaKuZ geworden und umgekehrt.

 

Die Pflanzenfresserlis


Tatsächlich gibt es beim Pflanzenfresser seit jeher immer auch Menschen, die sich nicht nur verköstigen lassen, sondern auch aktiv mithelfen. Corinne, Adi, Cristina, Michèle und natürlich Ela, unterdessen neben Judith und mir auch bei jedem Pflanzi im Einsatz, sind über die Zeit zu einem festen Bestandteil der Pflanzenfresser-Crew geworden. Und ohne die wunderbare Symbiose, welche die Pflanzi-Leute mit den anderen LaKuZler_innen eingegangen sind, wäre das Projekt nie zu dem geworden, was es heute ist. Nicht zu vergessen sind natürlich auch all die Gäste, die den Weg zum Pflanzenfresser im LaKuZ finden, der, zugegebenermassen, nicht für alle gleich einfach ist...von euch allen lebt dieses Projekt! Deshalb: Danke.

 

And on we go...


Viel geändert hat sich in den vier Jahren eigentlich nicht. Dem Konzept sind wir treu geblieben: Zum Wochenstart einen Newsletter mit der Ankündigung fürs kommende Menü - immer ganz traditonell mit Vorspeise, Hauptgang & Dessert - , Anmeldung erwünscht, und dann donnerstags Pflanzenfressen, drei Gänge für 17 Stutz zur Deckung der materiellen Unkosten. Verbessert haben wir auf jeden Fall unsere Qualität - über die Jahre sind wir sensibler & wählerischer geworden, was die Auswahl & Herkunft unserer Lebensmittel anbelangt. Natürlich sind wir auch routinierter geworden. Und besser.
Und wir haben sooo... viel & oft gekocht! Nicht nur für den traditionellen Donnerstags-Pflanzi, auch für zahllose LaKuZ-Konzerte, politische Anlässe, auf Open Airs, an Clown Seminaren, Firmenessen & für den WWF, im Sous le Pont & im Vegan Café...und immer noch macht es uns unglaublichen Spass! Und weil wir dennoch finden, es sollte sich mal was ändern, haben wir jetzt einen Verein gegründet, damit es uns offiziell gibt, grosse Küchenteile gekauft, die wir ins LaKuZ stopfen, und wir haben diese Homepage gemacht. Auf dass wir weiter kochen & ihr uns weiter beehrt. Und für die Tiere.